Donnerstag, 15. Februar 2018

Blogger-Überraschungs-Post


Liebe Leser und Leserinnen!


Januar/Februar ist meistens die Zeit, in der man sich denkt: "Ich will weeeeg, irgendwohin wo es warm ist." Für mich bedeutet diese Zeit auch jedesmal Uni-Stress mit Prüfungen und Abgaben. Also eigentlich keine so schöne Zeit.

Aber dann findet man zum Beispiel einen rosaroten Brief im Postkasten und denkt sich erstmal: "Wer schreibt mir denn bitteschön einen Brief?"

Und dann ist es einfach eine Überraschung einer sehr sympathischen Autorin, die einfach nur ihre Bücher vorstellen will. Das nenne ich mal eine gelungene Aktion! Ich habe mich sehr darüber gefreut und will euch gerne daran teilhaben lassen. Der kalte, trübe Tag war da schnell vergessen.

Geschrieben hat mir Daniela Kappel aus Österreich, die die beiden Elementa-Bücher geschrieben hat.

Auf www.dala.at könnt ihr euch die Booktrailer anschauen und euch genauer informieren! Viel Spaß!


Samstag, 20. Januar 2018

Rezension: Sumerland 1 - Prinzessin Serisada (1/2) // Johannes Ulbricht


REALITÄT UND FANTASIE VERSCHWIMMEN



Meine Meinung
Ich war echt neugierig. Ein Buch, zu dem es eine APP gibt, bei der man noch mehr über die Geschichte erfahren kann und die mit dem Augmented Reality Phänomen arbeitet. Das Konzept finde ich wirklich spannend. Und ich war anfangs auch wirklich noch motiviert, beides, Buch und APP, auszuprobieren.
Ich muss jedoch gestehen, dass ich überhaupt nicht in die Geschichte reingefunden habe, sodass mich diese APP dann mit der Zeit überhaupt nicht mehr interessiert hat.

Mir hat der Schreibstil überhaupt nicht zugesagt. Viel zu viel wurde erklärt und es war echt wenig Handlung.  Die Charaktere waren mir so unsympathisch. Alle miteinander. Mir wurde echt nicht klar, was sie jetzt der Kern der Geschichte ist. Der Autor wollte auf Teufel-komm-raus gesellschaftskritische Themen reinbringen. Alles drehte sich darum, was in der Gesellschaft falsch läuft und wie wir besser leben sollten. Die Ansätze der Geschichte waren durchaus da, die Umsetzung ist meiner Meinung nach überhaupt nicht gelungen. Viel zu unzusammenhängend, um mich begeistern zu können. 

Ich kanns gar nicht richtig beschreiben. Ich hab mich mehr oder weniger durchgequält. Die Geschichte hat einige Längen. Realität und Fantasie verschwimmen immer wieder. Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Zum einen sind da Prinzessin Serisada und Prinz Zazamael. Beides hunderte Jahre alte Kinder, die ihre Herrschaftgebiete verteidigen wollen. Zum anderen ist da eine Frau, die aus der Ich-Perspektive erzählt und durch die man die beiden anderen Figuren sieht. Dann sind da noch ein Krieger und die Nichte von der Frau, die aber eine komische Beziehung zueinander haben. Die Sichtweisen wechseln innerhalb der Kapitel, man kriegt aber ziemlich schnell mit, um wen es sich handelt.

Fazit
Das war überhaupt nicht mein Fall. Ich bin nie in die Geschichte reingekommen, mit den Charakteren konnte ich mich nicht anfreunden und auch den Schreibstil fand ich sehr mühsam. Ich habe ewig für das Buch gebraucht, da es einige Längen hat und für mich überhaupt nicht spannend war. Die Gesellschaftskritik war für mich zu offensichtlich gewollt, dass mir das überhaupt keinen Spaß gemacht hat.  


Infos

  • Autor: Dr. Johannes Ulbricht, geb. 1970 in München, ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und Justiziar des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft. Vor der Sumerland-Duologie ist von ihm der Games-Roman „Der Spielemacher“ (CSW-Verlag, 2010) erschienen. Er lebt in Hamburg und verpasst kein Sisters-of-Mercy-Konzert. (Quelle: https://www.amazon.de/Johannes-Ulbricht/e/B00458HMS6/ref=dp_byline_cont_book_1  20.1.2018)
  • Seitenanzahl: 349 Seiten
  • Einband: flexibler Einband
  • Verlag: panini books
  • ISBN:  978-3-83323-355-5

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Rezension: Der dunkle Turm - Schwarz (1/7) // Stephen King


DER REVOLVERMANN 


Meine Meinung

Stephen King selbst bezeichnet die "Der dunkle Turm"-Saga als eines seiner wichtigsten Werke. Doch auch er selbst weiß um die Schwächen seines ersten Bandes der 7-teiligen Reihe. Diese erklärt er in einem Vorwort und ich muss sagen, hätte es dieses Vorwort nicht gegeben, hätte ich das Buch sicher irgendwann abgebrochen. 

Der Einstieg ist sehr verworren und holprig und macht eigentlich wenig Lust weiter zu lesen. Der gesamte Geschichtenverlauf ist sehr wirr und es werden kaum Fragen beantwortet, warum jetzt was passiert, warum das jetzt wichtig ist oder wie alles zusammenhängt. Der Revolvermann Roland ist der Hauptprotagonist in der Geschichte, aber zu ihm konnte ich überhaupt keinen Bezug herstellen. Er bleibt sehr blass und unnahbar, was auch die ganzen Rückblenden in seine Vergangenheit nicht wett machen können. 

Die Ausschnitte aus seiner Kindheit haben mir sogar viel besser gefallen und auch mit seinem Wegbegleiter Jake konnte ich viel mehr anfangen, auch wenn mir seine Rolle nicht ganz klar geworden ist. Kings Schreibstil ist sehr komplex, aber doch angenehm zu lesen, manchmal schreibt er sehr ausschweifend, vieles liegt aber auch in kleinen Details, die man schnell mal überlesen kann. Ich hab ehrlich gesagt keinen Plan von der Geschichte, was sie mir sagen will, wo sie hin will und ob ich sie jetzt weiter verfolgen soll oder nicht. Es ist für mich auf jeden Fall ein Buch, das durch den Großen Namen von Stephen King bestand hat und sich doch über so viele Jahre in der Leserwelt gehalten hat. 

Ich muss wahrscheinlich den zweiten/dritten Teil lesen, damit ich mehr sagen kann über diese sehr verrückte Geschichte, die sich zwischen Fantasy, Science Fiction und Horror bewegt. Es kommen Parallelwelten, Mutanten, Zauberer und Dämonen vor, die eine doch interessante Mischung abgeben. Zum Schluss war es sogar ganz ok, so wie sich die Geschichte entwickelt hat.

Fazit

Schwierig, schwierig. Sehr anstrengender Einstieg in die Reihe, sehr verworrener Plot mit einigen Schwächen. Es ist sehr langwierig und wenige Fragen werden beantwortet. Durch diese verrückte Geschichte werden aber viele Fragen aufgeworfen.  Es ist mein erstes Buch von King und wahrscheinlich für weniger erfahrene Leser nicht so geeignet. Trotzdem eine Reihe, an der ich dran bleiben werde!




Infos

  • Autor: Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem »Edgar Allan Poe Award« den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. (Quelle: https://www.randomhouse.de/ebook/Schwarz/Stephen-King/Heyne/e265744.rhd#vita 7.12.2017)
  • Seitenanzahl: 317 Seiten
  • Einband: flexibler Einband
  • Verlag: Heyne
  • ISBN:  978-3-89480-393-3

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Rezension: Mit dem Schreiben anfangen // Hanns-Josef Ortheil



EINFACH DARAUF LOS SCHREIBEN



Meine Meinung

Ich kenne es nur zu gut. Diese Leere, dieses Weiß, diese weiße Leere, die mir entgegenstarrt, wenn ich versuche etwas aufzuschreiben. Die Erwartungen des leeren Blattes, die Erwartungen an mich selbst. 

Auch der Autor des Buches kennt das alles und hat Strategien in diesem  Buch gesammelt, wie man aus dieser Anfangsblokade rauskommt, wie man es schafft, das erste Wort auf dieses leere Blatt Papier zu schreiben. Er gibt Hintergrundwissen und baut die Aufgaben aufeinander auf. Sie steigern sich von einfachen Abschreibübungen bis hin zur selbstständigen Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich. 

Er führt viele Beispiele von anderen Autoren und Autorinnen an, die zeigen sollen, wie vielfältig an einem Text gearbeitet werden kann. Begonnen wird mit den Basisvoraussetzungen beim Schreiben: Arbeitszimmer, Schreibtisch, Stift. Danach geht es ans konkrete Schreiben. Ich finde, es waren viele Anregungen dabei, die man für sich selbst noch individuell anpassen kann, und die man nicht streng nach der Vorgabe ausführen muss. Der Autor gibt auch viele Buchtipps, die man noch zusätzlich heranziehen kann, um sich dem Schreibprozess noch mehr hinzugeben. Ich habe einige Sachen ausprobiert und kann sagen, dass Regelmäßigkeit und Routine auf jeden Fall helfen. Bei den längerfristigen Sachen kann ich noch nicht so viel sagen, wie es sich auf mein Schreiben auswirken wird, man kann vieles nebenher machen, solange man ein Notizbuch bei sich hat, und die Inspiration wird jeden Tag aufs Neue entdeckt.

Fazit

Ein gutes Buch zum Einsteigen. Nicht nur den Schreibblockaden geht es an den Kragen, es werden auch Übungen gezeigt, wie man zu seiner eigenen Stimme findet, wie man Charaktere und Orte entwickelt, welche Möglichkeiten es geben kann, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht.



Infos
  • Autor: Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk ist mit vielen Preisen ausgezeichnet worden, darunter dem Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck und zuletzt dem Stefan-Andres-Preis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt. (Quelle: https://www.amazon.de/Hanns-Josef-Ortheil/e/B001JOXT0E/ref=sr_ntt_srch_lnk_1?qid=1512647558&sr=1-1 7.12.2017)
  • Seitenanzahl: 160 Seiten
  • Einband: fester Einband
  • Verlag: Duden
  • ISBN:  978-3-411-74904-1

Sonntag, 3. Dezember 2017

Rezension: Knickerbocker4immer - Alte Geister ruhen unsanft // Thomas Brezina



 KNICKERBOCKER LASSEN NIEMALS LOCKER!


Meine Meinung
Thomas Brezina lässt sie wieder ihre Spürnasen in Geheimnisse stecken und Kriminalfälle lösen. Die Knickerbocker-Bande ist zurück!! In meiner Kindheit habe ich diese vier schlauen Köpfe geliebt und jedes Buch verschlungen, das ich in die Finger kriegen konnte. 
Das Buch beginnt mit einem Rückblick. Beziehungsweise mit mehreren. Die erste Begegnung, ihr großer Streit und ihre Trennung und wie sie wieder zusammenkommen. Das letzte Knickerbockerbuch ist jetzt schon wieder eine Weile her, aber ihre Charaktereigenschaften wurden auch ins Erwachsenenalter mitgenommen und super dargestellt. Manchmal konnte ich nicht so richtig unterscheiden, ob sie noch Jugendliche sind oder schon Erwachsene, irgendwie ist da die Trennung nicht ganz so gut gelungen.

Teilweise gibt es Ungereimtheiten in der Story und manches war wirklich sehr, sehr weit an den Haaren herbeigezogen und unglaubwürdig. Aber es war auch spannend und die Kombinierungsgabe der Mitglieder war wieder on top. Ich war immer froh, wenn sie selbst auf Sachen gestoßen sind, die sie durch Nachdenken ermittelt haben, und nicht durch Zufall passiert sind. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, das regt zum Weiterlesen an und schafft Spannung. Für mich ist es eher ein Buch für Jugendliche und nicht für Erwachsene. Sie verhalten sich meiner Meinung auch nicht wie Erwachsene, jedenfalls hatte ich oft so das Gefühl. 

Ich liebe die Einfälle des Autors. Ein großer Teil der Story gehört den Protagonisten selbst, was ihnen in den letzten Jahren passiert ist, wie sie sich weiterentwickelt haben, welche derzeitige Lebenssituationen sie haben und wie es ihnen mit der Trennung der Bande geht/gegangen ist. Ich fand das alles sehr spannend und aufschlussreich. Der Schreibstil ist auch sehr angenehm zu lesen und alles ist in Brezina Manier sehr anschaulich dargestellt. 

Fazit
Ich bin schon gespannt, was die Knickerbocker in Zukunft erleben werden. Mit diesem neuen Band wurde ein neuer Grundstein gelegt, der das alte Gemeinschaftsgefühl wieder aufleben lässt und die Detektive wieder zurück in ihre wahre Natur bringt. Für alle Fans ein Muss!


Infos
  • Autor:
    Thomas Brezina, der 1963 in Wien geboren wurde, veröffentlicht seit 1990 Kinder- und Jugendbücher, die mittlerweile in mehr als 35 Sprachen übersetzt wurden und die weltweit millionenfach gelesen werden. Begonnen hat er mit dem Schreiben bereits im zarten Alter von acht Jahren. (...) Sein Durchbruch als Autor gelang ihm 1990 mit der Buchreihe »Die Knickerbocker-Bande«. Drei Jahre später schuf Thomas Brezina »Tom Turbo«, das tollste Fahrrad der Welt, das mittlerweile seit 20 Jahren sowohl als Buchreihe als auch als interaktive Detektivsendung im Fernsehen Kinder begeistert. Es folgten unzählige weitere Werke, wie das »Tiger Team«, welches sogar in China zahlreiche Fans begeisterte und ihm dort den Titel „Meister der Abenteuer“ einbrachte. Insgesamt schrieb Thomas Brezina über 550 Bücher. Über 40 Millionen verkaufte Bücher machen ihn zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchautoren.
    (Quelle: http://ecowin.at/autoren/thomas-brezina/ 16.11.2017)
  • Seitenanzahl: 408 Seiten
  • Einband: fester Einband
  • Verlag: ecowin Verlag
  • ISBN:  978-3-7110-0161-0

Donnerstag, 30. November 2017

Rezension: Wie der Wind und das Meer // Lilli Beck


EINE LIEBE, DIE NICHT SEIN DARF


Meine Meinung
Das Schicksal hat sie zusammen gebracht, das Schicksal aber auch wieder auseinander. Die Geschichte von Paul und Sarah, die den Krieg überleben und durch die dramatischen Umstände zu Geschwistern werden. Das wird ihnen aber auch irgendwann zum Verhängnis.
Lilli Beck versteht es ihre Geschichten in einen zeitgeschichtlichen Rahmen einzubinden und historische Ereignisse gekonnt mit der fiktiven Story zu verbinden. Den Anfang empfand ich noch als etwas holprig. Die beiden Hauptcharaktere sind noch sehr jung und ich konnte mit ihnen noch nicht so viel anfangen. Das wurde aber auf jeden Fall besser, als sie älter wurden. 

Das Buch ist in mehrere Teile eingeteilt, die immer einen Zeitraum darstellen und Ausschnitte aus dem derzeitigen Leben von Paul und Sarah zeigen. Die Perspektiven wechseln nicht nur zwischen ihnen, auch andere Personen bekommen die Chance, aus ihrer Sicht zu erzählen. Das war sehr spannend. Zum Ende hin habe ich den Bezug zu den Figuren ein bisschen verloren, weil eben zwischendrin so viel Zeit vergeht, dass ich mich nicht mehr so richtig darauf einlassen konnte. Aber es ist wirklich spannend zu sehen, wie sich die Personen weiterentwickeln und natürlich das Ende zu erfahren. 

Der Schreibstil ist wieder sehr, sehr gut. Ich finde es sehr angenehm zu lesen und bei mir wurde eindeutig eine Sogwirkung hergestellt. Viel Authentizität schafft die Autorin durch das Einbinden von Dialekten und ortsgebundenen Spezialitäten. Das war echt lustig zu lesen. Ein bisschen kritisieren muss ich die ähnlichen Ausdrücke/Wörter und Wiederholungen, die vor allem beim Austausch der Zärtlichkeiten und Liebesschwüre immer wieder vorkommen. Vor allem am Anfang ist mir das noch verstärkt aufgefallen. Ansonsten wurden wirklich sehr gefühlvolle Szenen gewählt, um die Geschichte auch richtig rüber zu bringen. Das Ende war nochmal sehr vollgestopft mit Informationen und auch Politischem, das hat die damalige Zeit aber auch sehr gut dargestellt.
Fazit
Lilli Becks Geschichten sind immer sehr einfühlsam und spannend. Die historische Einbettung ist wirklich gelungen. Die Nachkriegsjahre sind sehr anschaulich dargestellt. Auch die Liebesgeschichte, um die es sich hauptsächlich dreht, konnte mich völlig überzeugen. Es ist zeitweise sehr schnulzig, aber auch gesellschaftliche und politische Themen werden angeschnitten, die zu dieser Zeit noch sehr anders waren, als heutzutage. Spannend, romantisch, empfehlenswert!



Infos
  • Autorin: Lilli Beck wurde 1950 in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie Brigitte, Burda-Moden und TWEN. Sie war Pirelli-Kühlerfigur und Covergirl auf der LP Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz von Marius Müller-Westernhagen. (Quelle: https://www.randomhouse.de/Buch/Wie-der-Wind-und-das-Meer/Lilli-Beck/Blanvalet-Hardcover/e497973.rhd#vita 16.11.2017)
  • Seitenanzahl: 468 Seiten
  • Einband: fester Einband
  • Verlag: Blanvalet Verlag
  • ISBN:  978-3-7645-0577-6

Donnerstag, 16. November 2017

Rezension: Wer ist B. Traven? // Torsten Seifert



DIE JAGD NACH DEM AUTOR


MEINE MEINUNG

B. Traven ist ein mysteriöser Autor, bei dem niemand so genau weiß, wer er ist. Der Journalist Leon bekommt den Auftrag nach ihm zu suchen und gelangt dadurch in viele verschiedene Situationen. 

B. Traven hat wirklich Bücher veröffentlicht, mir war der Autor aber vorher nicht bekannt. Die Geschichte spielt in den 40er Jahren hauptsächlich in Mexiko, mit einem kurzen Abstecher nach Österreich. Mexiko als Land tritt stellenweise sehr in den Mittelpunkt, wird aber einseitig dargestellt.
Für mich war die Suche etwas sehr distanziert erzählt. Zu den Figuren konnte ich wenig Bezug herstellen. Sie blieben mir alle sehr fremd, auch Leon. Die Nebenfiguren waren immer nur sehr kurz für die Geschichte relevant. Niemand blieb auf Dauer präsent. Außer Traven natürlich. Die Geschichte ist sehr auf alt getrimmt bzw. orientiert sich an alten Abenteuergeschichten. Ich hatte mal den Gedanken, dass ich einen schwarz-weiß Film in Buchform lese. Wobei halt Filme mehr durch ihre Kameraführung und Bilder wirken und das bei dem Buch eben nicht so bei mir angekommen ist, auch wenn viele Landschaftsbeschreibungen dabei waren. Die Geschichte war sehr von Zufällen geleitet, bisschen unglaubwürdig zwischendurch.

Ich hatte glaube ich zu wenig Bezug zu dieser Zeit, zu den Personen (zum Beispiel Humphrey Bogart war mir zwar ein Begriff, aber mehr auch nicht), kein so großes Faible für schwarz-weiß Filme etc. Die Wirkung konnte sich daher nicht so bei mir entfalten. Auch der Plot war für mich nicht so spannend, obwohl ich dann doch gerne wissen wollte, wer nun B. Traven wirklich ist. Es wird dann zwar gelöst, wenn man das aber googelt, kann man das in einem Schlag alles nachlesen. Fiktiv wurde da nicht so viel dazuerfunden. Vorher googeln würde ich aber nicht, wenn man das Buch lesen möchte, da ja sonst die Spannung weg ist. Der Schreibstil selbst war aber sehr angenehm zu lesen, mit der Zeit sind die Seiten nur so weggeflutscht, wobei ich mir im Nachhinein gedacht habe, dass ich an manchen Stellen genauer lesen hätte sollen, um manche Verbindungen besser verstehen zu können.

FAZIT
Kein Buch, das man unbedingt lesen muss. Seifert lässt den Autor B. Traven wieder ein bisschen aufleben. Die Diskussion ist spannend, inwiefern man über den Autor Bescheid wissen muss, damit ein Buch richtig interpretiert werden kann, bzw. was Pseudonyme alles auslösen können. Die Geschichte konnte mich nicht überzeugen, da ich mit den Figuren nicht so viel anfangen konnte und der Plot für mich nicht interessant aufgebaut ist.




Infos
  • Autor: Torsten Seifert, geboren 1966 in Görlitz (Sachsen). Nach dem Studium der Betriebswirtschaft in Leipzig und einem Marketingstudium in Berlin arbeitete er als Werbetexter. Nebenbei schrieb er für verschiedene Stadtmagazine sowie für Kabaretts.  Seit 1997 arbeitet Torsten Seifert als freier Texter... (Quelle: https://www.klett-cotta.de/autor/Torsten_Seifert/85932 16.11.2017)
  • Seitenanzahl: 269 Seiten
  • Einband: fester Einband
  • Verlag: Tropen Verlag
  • ISBN:  978-3-608-50347-0